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Traumatherapie

„Wer einer Sache recht auf den Grund kommen will, für den ist das erste Erfordernis dies, daß er den Problemen scharf ins Gesicht sehe. Denn die nachher zu erlangende Einsicht hängt an der Lösung der vorher ins Auge gefaßten Probleme; wer den Knoten nicht kennt, der kann ihn auch nicht lösen“. Aristoteles (384-322 v.Chr.)

  

Heilkundliche Traumatherapie mit Techniken des EMDR -

für Erwachsene und Schulkinder

 
Die ganzheitliche Traumatherapie mit Techniken der EMDR - Therapie (Abk: Eye Movement Desensitization and Reprocessing) ist eine von der amerikanischen Psychologin Francine Shapiro entwickelte und wissenschaftlich anerkannte effektive Methode zur Behandlung von vor allem Traumafolgestörungen. Sie ist ebenfalls eine effektive Psychotherapieform, die dazu verhelfen kann, schon in kurzer Zeit unerklärliche emotionale Belastungszustände erheblich zu lindern. Über Desensibilisierung und Neu-Verarbeitung von psychologischen Befindlichkeiten und Störungen mittels Ausführung schneller Augenbewegungen oder Klopfen (Taping) auf Knie oder Hände kann nicht nur seelisches Leid gelindert werden, sondern auch Antworten auf sein´Warum´gefunden werden, sodass das, was uns aus früheren Erfahrungen heute noch negativ bindet, aufgedeckt und losgelassen werden kann.

  

Die Zeit heilt nicht alle Wunden

 

Im Leben eines jeden von uns gibt es Erlebnisse und Situationen, die uns glücklich machen, die uns erfreuen und gut tun, Schutz und Geborgenheit vermitteln.

 

Es gibt aber auch manche, erinnerbare und auch nicht erinnerbare, die wir nicht verschmerzen können, deretwegen wir uns schlecht fühlen, traurig, verletzt, gedemütigt, beschämt, zurückgewiesen, ungeliebt, unsicher, eifersüchtig, wütend – egal wie lang sie zurück liegen; Erlebnisse, die von einem selbst sehr belastend empfunden worden sind, traumatisch, sogar traumatisch waren, bis dahin, dass sie mit einem Schock verbunden waren; Erlebnisse, die uns gleichsam den Boden unter den Füßen weggezogen haben, die unser Fundament erschüttert, unseren Selbstwert, unsere Sicherheit, die uns überwältigt haben und mit heftigen seelischen und auch körperlichen Schmerzen verbunden waren und immer noch sind. Es gibt Ereignisse im Leben, die so heftig, unvorbereitet, schnell und plötzlich passiert sind, dass wir sie nicht verkraften können oder glauben, dass wir sie längst verkraftet haben, sie aber dennoch bis heute noch unbewusst wirken und uns negativ beeinflussen.

 

Das ist kein Zeichen von Schwäche. Das ist unseren Erfahrungen, unserer Lebenssituation, unserer Beziehungen zur Umwelt, der Intensität des Erlebens und der damit verbundenen Erschütterung unserer Seele geschuldet und erfordert und zeigt Mut, sich dieser aktiv zu stellen. Denn erst dann kann Heilung geschehen.

 

Unerlöste, oft unbewusste Traumata, Verletzungen, Demütigungen und Ängste verursachen Blockaden, binden Lebensenergie, entziehen Lebenskraft und verstellen den Blick.

 

Schon von klein auf sind wir vielfältigen Konflikten ausgesetzt, die als Erinnerungen in unserem emotionalen Gedächtnis verankert sind. Manchmal sind solche Erlebnisse in der Vergangenheit ohne Auswirkung für unser weiteres Leben, weil es uns gelungen ist, das entsprechend Erlebte und damit verbundene negative Erfahrungen gut und angemessen zu verarbeiten und damit verbundene Emotionen als vergangen und situationsgemäß abzuspeichern. Manchmal begleiten sie uns aber ein Leben lang, bleiben unbewusst in unserem Inneren zurück und beeinflussen selbst heute noch unser Dasein, unser Erleben und Fühlen als Erwachsener, sogar ohne, dass es uns bewusst ist, in einer Weise, die uns nicht gut tut, die uns blockiert und behindert.

 

Warum ist das so ?

 

Bei jedem von uns sind Erinnerungen an Erlebnisse und Erfahrungen, die wir im Laufe unseres Lebens gemacht haben, körperlich im Gehirn gespeichert und bilden ein Gedächtnissystem, das unser Un-bewusstes gestaltet, das die Grundlage für unsere Wahrnehmungen, Einstellungen und unser Verhalten bildet. Denn unsere Sicht der Welt und unser Austausch mit anderen beruht überwiegend auf unseren individuellen Lebenserfahrungen. Diese sind in Erinnerungsnetzwerken abgespeichert. Und diese Netzwerke verknüpfen ähnliche Ereignisse miteinander und mit früheren Erfahrungen. Nach Francine Shapiro, der Begründerin der EMDR Therapie, hat unser Informationsverarbeitungssystem im Gehirn dabei die Aufgabe, nützliche Verbindungen herzustellen und den Rest loszulassen. Die bei einem Ereignis entstandenen unangemessenen Empfindungen, die falschen Überzeugungen über uns selbst sowie die dazugehörigen körperlichen Emotionen werden bei dieser Form der Verarbeitung im Idealfall fallengelassen und aussortiert.

 

Bei einem erlebten Trauma oder gar Schock ist die mentale Belastung jedoch erheblich, mitunter unerträglich. In solchen Fällen kann es passieren, dass uns die Geschehnisse mit all seinen ausgelösten Gedanken, Gefühlen und Reaktionen infolge der Heftigkeit und Wucht der Bedrängnis und Not überfordern und gerade nicht angemessen verarbeitet werden können. Denn wenn störende Ereignisse das System überwältigen, indem situationsbedingter, heftiger emotionaler und körperlicher Aufruhr das Informationsverarbeitungssystem daran hindert, die inneren Verbindungen herzustellen, die für eine Lösung erforderlich ist, stoßen wir an unsere Grenzen. Alles, was der Betroffene in einem für ihn schrecklichen Moment fühlt, riecht, hört oder sieht wird dann in seinem Gedächtnis meist ungeordnet abgelegt. Die verschiedenen Teile und Aspekte der Erinnerung werden getrennt, die mit dem Erlebnis verbundenen Gefühle, Gedanken, Bilder und Körperreaktionen werden in diesen Belastungssituationen deshalb auch getrennt voneinander abgespeichert, weil dann die Verbindung zwischen der rechten und linken Gehirnhälfte vorübergehend unterbrochen wird. Derart unverarbeitet werden diese Wahrnehmungen unzusammenhängend gespeichert und können zu einem späteren Zeitpunkt durch einen geringfügigen Auslöser aber jederzeit unzusammenhängend erneut aktiviert werden, ohne dass uns das bewusst ist, wir dies steuern und beeinflussen können. Es sind unbewusste Abläufe und Erinnerungen, die unsere Gefühle und unser Verhalten bestimmen.

 

Welche Folgen kann das haben?

 

Dies kann bewirken, dass belastende Erlebnisse und damit verbundene Gefühle aus der Vergangenheit auch heute immer noch als gegenwärtig empfunden werden, selbst wenn sie schon lange zurück liegen und gar nicht mehr bewusst erinnert werden. Trotzdem wirken sie, unbewusst. Man sieht in bestimmten Situationen und Begebenheiten „rot“, ohne zu wissen warum.

 

Dann haben diese in der Vergangenheit liegenden belastenden Ereignisse und die mit diesen unseren Erfahrungen verbundenen negativen Überzeugungen und Gefühle leidvolle Auswirkungen auf unser ganzes Leben, ohne dass sie uns bewusst sind, ohne dass wir sie kontrollieren oder gar steuern können ohne, dass wir sie verändern können. Denn diese Reaktionen, die unsere Emotionen steuern, laufen automatisch ab, un-bewusst, nicht steuerbar und kontrollierbar und beruhen auf neuronalen Assoziationen in unseren Gedächtnisnetzwerken, die unabhängig von unseren höheren Verstandeskräften arbeiten.

 

Deshalb ist es meist zum Scheitern verurteilt, mithilfe des Verstandes, der sich bewusst ist, dass das längst Vergangene heute vorbei ist, und wir erwachsen,  die damit verbundenen, unbewusst immer wieder aktivierten Gefühle leugnen, beherrschen, wegdenken oder überspielen zu wollen. Vor allem ist das vormals Erlebte und seine Zusammenhänge und Schlussfolgerungen ganz oft nicht einmal mehr erinnerbar oder falsch erinnert und trotzdem reagiert man in bestimmten aktuellen Lebenssituationen einfach immer wieder unbeherrscht, unangemessen, aggressiv, verhält sich abweisend, distanziert, zieht sich zurück, ist ohnmächtig oder verzweifelt, spürt Gefühle, die man sich nicht erklären kann, die einen erfüllen und einnehmen, ohne dass man weiß, warum, ohne, dass man sie ändern kann. Es sind unbewusste Abläufe, die bei jedem von uns geschehen. Deshalb kommen sie in bestimmten Situationen durch oft unerkannte Auslöser unkontrolliert einfach hoch.

 

Dies ist normal. Entscheidend für unser Wohlbefinden ist jedoch, wie wir damit umgehen.

 

Was kann man tun?


Heilkundliche Traumatherapie mit Techniken des EMDR kann helfen, bewusst erinnerbare Traumata zu verarbeiten und Traumafolgestörungen zu lindern. Sie kann aber auch bei unerklärlichen oder auch erklärbaren aber nicht steuerbaren Verhaltensmustern und Gefühlsregungen mentale und emotionale Entlastung zu schaffen, unerklärlichen Verhaltensweisen, Gefühlsregungen und Reaktionen auf den Grund zu gehen, Grübeleien und Gedankenschleifen aufzulösen, heute inzwischen unangebrachte Schutzmechanismen zu befreien und so den Weg zu ebnen zu seelischer Gesundung, zu wieder mehr Lebensfreude, Kraft, Selbstbestimmung und Stärke.

 

Erlebt man heute Situationen, die in Resonanz gehen mit Umständen, die im Gedächtnis als „gefährliches“ Erlebnis abgespeichert wurde, so wird der Körper durch den Ausstoß der Stresshormone Noradrenalin oder Adrenalin in Alarmbereitschaft versetzt und ganz automatisch zum Selbstschutz eine Angstreaktion ausgelöst. Hieraus resultieren ganz von allein Gefühlsregungen und Emotionen wie Angst, Bedrohung, Ohnmacht, Hilflosigkeit, Aggressionen, Wut, Trauer, die sogar in bestimmte Körperreaktionen wie Übelkeit, Schwindel oder Herzrasen münden können, die für die heutige Situation aber gar nicht angemessen sind.

 

Oft treffen wir aufgrund unserer früheren negativen Erfahrungen und dadurch gewonnenen Glaubenssätzen und irriger Erwartungen und Befürchtungen auch nur Entscheidungen und verhalten uns in einer Weise, die uns einschränkt, die uns abhält davon, Glück zu leben, Freude und Leichtigkeit, nur weil wir mental belastet und blockiert sind und Angst haben, meist sogar ohne dass es uns bewusst ist. Denn unser Verhalten ist darauf programmiert, uns bestmöglich zu schützen. Und unsere früheren Erfahrungen lassen uns Not und Sorge, Zurückweisung und Ablehnung, Erfolglosigkeit und Scheitern befürchten. Unser Fühlen und Denken und damit auch unser Handeln ist beeinflusst von Argwohn, Zweifel und Misstrauen. Ganz oft haben wir aber nur eine falsche Vorstellung und die Furcht ist unbegründet.

 

Diesen Teufelskreis kann ich Ihnen helfen, zu durchbrechen.

 

Wem und wie hilft die ganzheitliche Traumatherapie mit Techniken des EMDR?

 

Es ist nicht erforderlich, dass Sie ein schweres Trauma erlebt hat, erst recht keines, das auch Außenstehende als solches definieren und anerkennen würden. Auch Erlebnisse in der Kindheit, die uns aus unserer heutigen Sicht des Erwachsenen belanglos vorkommen, können Auslöser und Ursache gewesen sein dafür, dass wir falsche Überzeugungen und verzerrte Glaubenssätze über uns selbst gebildet haben, die heute immer wieder durch selbst unerkannte Auslöser aktiviert werden und uns negativ in unserem Verhalten und Fühlen beeinflussen. Das früher erlebte Trauma muss auch nicht erinnert werden.

   

Gerade mit Hilfe der Techniken der EMDR Therapie, die schon in wenigen Sitzungen ermöglicht, dass es über Rechts-Links Stimulation der beiden Gehirnhälften über Augenbewegungen oder tappings (leichtes Klopfen) auf Hände oder Knie, zu einer Verknüpfung und Neuvernetzung bisher blockierter Nervenbindungen im Gehirn und dadurch zu einer Verknüpfung von zuvor isoliert abgespeicherten Teilen der Erinnerung kommen kann, wurde ein Weg gefunden, abgespaltene Gefühle, Körperreaktionen und Sinneseindrücke aufzuspüren und wieder zu einem Ganzen zusammen zu führen und damit den Weg dafür zu ebnen, die damals für uns sehr belastenden Erlebnisse nachträglich zu heilen, damit sie uns heute nicht mehr unbewusst steuern und außer Kontrolle bringen können. Über diese Technik kann es gelingen, diese zersplitterte Speicherung im Körpergedächtnis direkt im Gehirn aufzuheben, die verschiedenen Teile der Erinnerung zu verbinden und damit die nachträgliche Verarbeitung dieser belastenden traumatischen Erlebnisse, selbst wenn sie schon viele Jahre zurück liegen, zu ermöglichen, zu verarbeiten und diese nun angemessen in unser Erinnerungssystem zu integrieren und damit ein synchrones Miteinander beider Gehirnhälften zu bewirken, so dass Sie erkennen und fühlen können:  Das Erlebnis war schlimm, aber es ist vorbei


Abgespaltene Erinnerungen, Gefühle und Körperreaktionen kehren so wieder zurück ins Bewusstsein, können sich ganzheitlich mit Körper, Geist und Seele des Erwachsenen von heute verbinden, so dass auch negative Bewertungen, Schlussfolgerungen und Kognitionen aus dieser damaligen belastenden Situation sich zum Positiven hin verändert und unkontrollierbare flashbacks verhindert werden können. Ängste und Panikgefühle werden weniger.

 

Die Neuverarbeitung kann das traumatische Erlebnis zwar nicht auslöschen, jedoch dazu führen, dass es in der Erinnerung nicht mehr ständig präsent ist, sich der Betroffene nicht mehr in Gefahr fühlt, damals zwar wichtige aber heute unangebrachte Reaktionen und Gefühlsausbrüche verhindert werden können und die Belastung abnimmt. Damit können schnelle Einsichten, Verbindungen und Veränderungen möglich werden, die unser Leben heute erleichtern und uns ermöglichen, auf immer wiederkehrende Schwierigkeiten anders zu reagieren.

 

Anwendungsgebiete


Diese Therapieform ist besonders sinnvoll bei

 

  •  Ängsten, Phobien und Panikzuständen
  •  Trauma
  •  PTBPS
  •  Zwangsstörungen
  •  Schuldgefühlen
  •  Bindungsproblemen und Beziehungskonflikten
  •  Isolations- und Einsamkeitsgefühlen
  •  Vanishing twin
  •  Geburtstrauma 
  •  bei Flugangst
  •  Misserfolg, Blockaden und Hemmungen
  •  Essstörungen
  •  Psychosomatischen körperlichen Beschwerden
  •  Selbstwert- und Autoritätsproblemen
  •  Unsicherheit und Eifersucht
  •  Kontrollsucht und Perfektionismus 
  •  bei Depressiven Verstimmungen
  •  Verlust der Lebensfreude
  •  Konzentrationsschwierigkeiten und Schulproblemen
  •  Prüfungsängsten
  •  Schlafstörungen
  •  bei Trennung und Scheidung
  •  Verlusterlebnissen
  •  Unfällen u.v.m. 

 

Wenn Sie sich im Heute in bestimmten Situationen unerklärlicherweise immer wieder ohnmächtig fühlen, hilflos, ausgeliefert, ängstlich, in Aufruhr, panisch, wütend, aggressiv, gleichsam ferngesteuert, nicht mehr Herr Ihrer Sinne, wenn immer wieder automatisch Reaktionen ablaufen, die Sie zwar selbst als unangemessen, übersteigert und nicht nachvollziehbar identifiziert haben, Sie sie aber trotzdem nicht abstellen können, dann rufen Sie mich an.


Ich möchte Ihnen helfen, dass Sie Ihre quälenden Gedanken und Reaktionen umwandeln können, so dass Ihr Leiden und Ihre Schwierigkeiten abnehmen, sich Ihre Blockaden lösen und Ihr Selbstvertrauen und Ihr Wohlbefinden wachsen, damit Sie wieder in Ihre Kraft kommen.

 



PRAXIS FÜR HEILKUNDLICHE PSYCHOTHERAPIE UND SYSTEMISCHE BERATUNG - München/ Bad Aibling    - Terminvereinbarungen unter 089/ 54849788 oder 0151/57262558